Saarland University Students

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Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert Risikokapital in Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Durch frühzeitige Investitionen in Unternehmensgründungen soll das Forschungs- und Entwicklungsvorhaben bis zur Realisierung eines Prototyps bzw. zur Markteinführung unterstützt werden. Dazu ist der High-Tech Gründerfonds nun eine strategische Partnerschaft mit dem CISPA Helmholtz- Zentrum in Gründung in Saarbrücken eingegangen. Ich bin stolz, dass wir nach der Ansiedlung des Weltkonzerns Symantec jetzt auch bei den Startups in der Kooperation mit dem High-Tech Gründerfonds von der Expertise und dem Netzwerk eines international renommierten Investors profitieren können. Wir freuen uns, dass etablierte Akteure der deutschen Gründerszene die Möglichkeit erkennen und den Strukturwandel im Saarland aktiv mitgestalten wollen, sagt Prof. Dr. Michael Backes, der CISPA-Gründungsdirektor.

Der Frühphaseninvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von insgesamt 892,5 Millionen Euro verteilt auf drei Fonds (272 Millionen Euro in Fonds I, 304 Millionen Euro in Fonds II, 316,5 Millionen Euro in Fonds III) sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 bereits 500 Startups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment-Managern und Startup-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Entrepreneurial-Spirit und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Branchen Software, Medien und Internet sowie Hardware, Automation, Healthcare, Chemie und Life Sciences. Mehr als 1,5 Milliarden Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.200 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds Anteile an mehr als 90 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Die sich immer weiter beschleunigende Digitalisierung erhöht den Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften. Mit dem Studiengang Entrepreneurial Cybersecurity schließt das CISPA eine Lücke und liefert somit einen wichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland, sagt Dr. Michael Brandkamp, Geschäftsführer des High-Tech Gründerfonds. Als größter Frühphaseninvestor für junge Technologienunternehmen in Deutschland begrüßen wir es besonders, dass den Studenten neben den fachlichen Kenntnissen auch unternehmerische Skills vermittelt werden. Sehr gerne kooperieren wir mit CISPA und freuen uns darauf, gemeinsam aus dem Programm hervorgehende spannende Startups nach vorne zu bringen. Die Kooperation zwischen dem High-Tech Gründerfonds und CISPA umfasst gemeinsame Informationsveranstaltungen, die Herstellung von Kontakten zu Mentoren bei Projekten in der Gründungsphase, die Unterstützung beim Aufbau eines Gründer-Teams, den direkten Kontakt, sodass Teams pitchen und ihre Projekte und Ideen vorstellen können, sowie die Finanzierung. Dabei investiert der HTGF als Lead oder Co-Investor entweder in Unternehmensanteile oder beteiligt sich in Form von Wandeldarlehen an Unternehmen. Bis zu drei Millionen Euro können auf diese Weise abgerufen werden. Der High-Tech Gründerfonds bietet für uns am CISPA eine wunderbare Möglichkeit, an Projekte im neuen Masterstudiengang Cybersicherheit anzuschließen, sagt Prof. Dr. Backes. Dieser Studiengang startet zum Wintersemester an der Universität des Saarlandes und vermittelt den Studierenden im Master alle notwendigen Kenntnisse, um später erfolgreich gründen zu können. Wir schließen damit eine typische Finanzierungslücke in der Entwicklung hochtechnologischer Geschäftsmodelle, sagt Prof. Dr. Backes. Die Kooperation mit dem HTGF ist für ihn eine Anerkennung für die Gründerszene im Saarland. Backes sagt: Davon können alle Gründer im Saarland profitieren – auch außerhalb der IT-Sicherheit. Sollte es gelingen überregionale Investoren von einer Beteiligung an saarländischen Geschäftsmodellen zu überzeugen, könnten weitere Akteure diesem Beispiel folgen. Die Partnerschaft mit dem HTGF ist für das CISPA ein weiterer Baustein im Aufbau der Ausgründungsbegleitung in der IT-Sicherheit. Gespräche mit weiteren Investoren laufen, ein Gründungsinkubator für IT-Sicherheit befindet sich im Aufbau. Das CISPA hofft darauf, dass sich durch den HTGF Ko-Finanzierungen durch regionale Investoren realisieren lassen.

Hintergrund zum High-Tech Gründerfonds:

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership HGTF zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, Fraunhofer-Gesellschaft, sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wil. Werhahn KG. Zu den Erfolgsgeschichten des HTGF zählen u.a. Mister Spex, Rigontec GmbH, 6Wunderkinder, die Next Kraftwerke GmbH, Cumulocity oder der Online-Shop für Kunstfans, Juniqe.

Hintergrund zum Studiengang:

Im Oktober 2018 startet der neue Master-Studiengang Entrepreneurial Cybersecurity der Universität des Saarlandes, der Vorlesungen der Cybersecurity mit der gleichzeitigen Entwicklungs eines Geschäftsmodells verbindet. Über drei Semester arbeiten die Studentinnen und Studenten in Gruppen an einer Geschäftsidee aus dem Bereich der IT-Sicherheit. Ziel ist, dass die Studenten anschließend oder sogar schon während des Studiums darauf aufbauend ein Unternehmen gründen können. Die Geschäftsidee soll von den Studenten zusammen mit Mentoren aus Wissenschaft und Wirtschaft entwickelt und ausgearbeitet werden sowie aktuelle Forschungsthemen marktfähig umsetzen. Die Gruppen stellen ihre Ideen regelmäßig Jurys aus Wissenschaftlern und Förderern vor, die über das Weiterkommen entscheiden – und über mögliche Beteiligungen. Am Ende haben die Studenten nicht nur einen Master-Abschluss in der Tasche, sondern im besten Fall auch ihr eigenes Unternehmen gegründet.

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